Die Industrie 4.0



Berlin setzt Maßstäbe in der Zukunftsbranche Industrie 4.0



Die Kombination aus hochkarätigen Forschungsinstituten, innovativen IT-Start-ups und starken produzierenden Unternehmen macht Berlin zu einem attraktiven Industrie4.0-Standort. Wie in anderen Tech-Branchen gehört die Hauptstadt bei der Entwicklung und Anwendung von Technologien der Vierten Industriellen Revolution zu den Vorreitern in Deutschland.



Das Buzzword Industrie 4.0: Definition und Hintergründe

Industrie 4.0 ( bzw. Industrialisierung 4.0) steht für die Digitalisierung der industriellen Produktion mittels Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT). Ausgefeilte IP-basierte Netzwerke vernetzen Maschinen, Werkshallen, IT-Systeme und Menschen miteinander. So können Unternehmen die einzelnen Schritte der Produktion besser koordinieren, kostengünstig individualisierte Produkte herstellen, Wartungsbedarf frühzeitig erkennen und mit den erhobenen Daten ganze Produktionsprozesse optimieren. Der Begriff selbst geht auf ein gleichnamiges Zukunftsprojekt der Hightech-Strategie der Bundesregierung zurück und wurde im Rahmen der Hannovermesse 2011 erstmals öffentlich diskutiert. Die eingesetzten Arbeitsgruppen informieren auf der Online-Plattform Industrie 4.0 über ihre Forschungsergebnisse.



Industrie 4.0: Digitalisierung der Produktion in Berlin

Viele global aufgestellte Software-Konzerne, darunter Bosch SI, PSI Penta und Cisco, entwickeln in Berlin ihre Industrie 4.0-Technologien. Viele hier ansässige Start-ups haben sich auf Lösungen für die smarte Produktion spezialisiert. Wie zum Beispiel die Software-Schmiede Industrial Analytics, deren Turbomonitor die Betriebskosten von Turbomaschinen senkt und sie gleichzeitig effektiver macht. Im Technologiepark Adlershof, auf dem EUREF Campus Schöneberg und anderen Zukunftsorten erproben Berliner Industrieunternehmen gemeinsam mit Forschungsinstituten Industrie 4.0-Verfahren. Branchengrößen wie Mercedes Benz, Biotronik und die Osram Werke haben in ihren Berliner Fertigungsanalgen vernetzte Anwendungen bereits erfolgreich implementiert.



Projekte am Industrie 4.0-Standort Berlin

Die Senatswirtschaftsverwaltung lässt die Potenziale von Industrie 4.0-Technologien für den Tech-Standort Berlin regelmäßig evaluieren. Darauf aufbauend werden maßgeschneiderte Förderprogramme aufgelegt. Auch vom virtuellen „Kompetenzatlas Industrie 4.0“ profitieren Hersteller und Anwender gleichermaßen. Softwareausrüster präsentieren auf dem Online-Portal ihre Technologien und Unternehmen finden mit wenigen Klicks geeignete Lösungen. KMU, die mehr über intelligente Lösungen für ihre betriebsinternen Abläufe erfahren wollen, werden vom Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum beraten.

Auch in der Berliner Wissenschaft spielt Industrie 4.0 eine wichtige Rolle. Das von den vier Berliner Fraunhofer Instituten getragene Leistungszentrum Digitale Vernetzung forscht zu vernetzten Technologien auf unterschiedlichen Anwendungsfeldern. Ein Schwerpunkt ist der Bereich „Industrie und Produktion“. Im ehemaligen Industriebezirk Schöneweide entsteht mit dem Innovations- und Technologiezentrum Industrie 4.0 ein weiterer wissenschaftlicher Leuchtturm. Die Beuth Hochschule für Technik Berlin sowie die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin sind ebenfalls wichtige Player. Beide Hochschulen bieten Lehrveranstaltungen zu digitalisierten Produktionstechniken an und veranstalten Fachkonferenzen zu Industrie 4.0-Themen.



Referenzstory

Grafik zur Funktionsweise des Turbomonitors

Turbomonitor von Industrial Analytics hält Maschinen
Senkung der Betriebskosten und Steigerung der Produktivität von Turbomaschinen: Diese Ziele erreichen energieintensive Unternehmen mit dem Turbomonitor von Industrial Analytics. Auf diesen Namen hat der Berliner Industrie 4.0-Spezialist seine Lösung getauft, die industrielle Anlagen deutlich zuverlässiger überwacht als andere Wartungssysteme.