Das Internet of Things



Internet of Things: Berlin vernetzt die Welt



Berlin gehört zur Spitzenklasse der internationalen IoT-Standorte. Vor allem die lebendige Gründerszene, das breitgefächerte Tech-Ökosystem sowie ein nationaler IoT-Hub machen die deutsche Metropole zur Vorreiterin beim Internet of Things. Das Land Berlin unterstützt die lokale Entwicklerszene mit beispielhaften Open Data-Projekten.



Internet of Things: Definition und Voraussetzungen

Das Internet of Things (dt. Internet der Dinge) vernetzt Maschinen, Autos, Fabriken, und ganze Städte miteinander. Die Interaktionen erfolgen über eingebaute und mit dem Internet verbundene Mikroprozessoren, Sensoren und Aktoren. Alltagsgegenstände werden somit „intelligent“ bzw. „smart“. Zwei Entwicklungen der letzten Jahre haben dies möglich gemacht: Zum einen bahnbrechende Innovationen in den Bereichen Sensortechnik, Chiptechnologien und Embedded Systems und zum anderen die Ausweitung von Server-, Cloud und Internetinfrastrukturen.



Die Berliner IoT-Unternehmenslandschaft

Die Landesinitiative Projekt Zukunft hat bereits 2019 fast 200 Firmen mit einem IoT-basierten Geschäftsmodell in Berlin gezählt. Ihre technologischen Schwerpunkte liegen der Studie IoT in Berlin der Technologiestiftung Berlin zufolge auf Complete Devices, Apps, Internet of Things-Plattformen und Analytics. Bei den Anwendungsfeldern führen mit großem Abstand die Mobilitätsbranche und die verarbeitende Industrie, gefolgt von Lifestyle, Home, Gesundheit und Energie.

Eine der größten Erfolgsgeschichten ist der Bosch IoT Campus im Stadtteil Tempelhof, wo der Konzern seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zum Internet of Things gebündelt hat. Die hauseigene IoT Akademie bietet auch externen Unternehmen maßgeschneiderte Trainings zur Planung, Entwicklung und Umsetzung von IoT-Projekten an. Zu den bahnbrechendsten Innnovationen der Berliner Start-up-Szene gehört der Transponder zur schlüssellosen Türöffnung von KIWI.KI. Genauso innovativ ist das Vision System der Software-Schmiede PTX tech. Es ergänzt die drei räumlichen Dimensionen um eine Zeitachse und wird als optische Sicherheitssensorik zur gefahrlosen Zusammenarbeit von Mensch und Maschine in Fabriken eingesetzt.



Tech-Ökosystem mit deutschem IoT-Hub

Dass sich ausgerechnet in Berlin viele IoT-Start-ups gründen, liegt maßgeblich am deutschlandweit einzigartigen Tech-Ökosystem. Insgesamt treiben in der Hauptstadtregion über 80 Akteure die Entwicklung des Internet of Things voran. Der wissenschaftliche IoT-Leuchtturm ist das Leistungszentrum Digitale Vernetzung der vier Berliner Fraunhofer Institute. Viele Start-ups ziehen die dort erforschten Basis- und Querschnittstechnologien als Grundlage für eigene Entwicklungen heran. In den zahlreichen Inkubatoren, Company Builder und Acceleratoren Berlins wie dem SAP Data Space, Hub:raum und Micsosoft Ventures können sie Protoypen ihrer Ideen entwickeln. Raum zu Austausch und Vernetzung bieten auch die zahlreichen Meetups und Events rund um IoT. Berlin hostet dieses Jahr unter anderem Großveranstaltungen wie den Wear It Innovation Summit und das AIOTI Signature Event. Seit 2018 beheimatet Berlin zudem den nationalen IoT-Hub der Digital Hub Initiative (de:hub). Das Headquarter des Hubs befindet sich im Kreuzberger Coworking Space Factory. Hier entwickeln Gründer, produzierende Unternehmen, wissenschaftliche Einrichtungen und Investoren gemeinsam zukunftsweisende IoT-Projekte. Auch Networking-Events finden regelmäßig statt.



IoT-Projekte mit Open Data

Das Internet of Things basiert auf großen Datensätzen. Deshalb gilt: Je mehr frei zugängliche Daten (engl. Open Data) zur Verfügung stehen, desto ausgefeilter werden IoT-Technologien. Das Land Berlin hat dieses Potenzial früh erkannt und vor neun Jahren eine Open Data-Strategie beschlossen. Seitdem stellt die Senatswirtschaftsverwaltung Daten von Berliner Behörden zur lizenzfreien Weiternutzung bereit. Auf dem Berlin Open Data-Portal können Interessierte derzeit über 2.000 Datensätze von A wie „Anteil erneuerbarer Energieträger am Primärenergieverbrauch“ bis Z wie „Zuwendungen in Berlin“ herunterladen. Im ebenfalls kostenlosen Berliner Open-Data-Handbuch finden die Nutzer der Datenbank weiterführende Informationen zu den Quellen und Formaten der Dateien.



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