Künstliche Intelligenz



Berlin: Das deutsche Mekka für Künstliche Intelligenz



Künstliche Intelligenz (engl. Artificial Intelligence) hat sich in Berlin vom Hype zu einer bedeutenden Größe der Tech-Szene entwickelt. Heute sitzen über die Hälfte der deutschen KI-Start-ups und fast 30 Prozent der etablierten Unternehmen mit einem KI-basierten Geschäftsmodell in der Hauptstadtregion. An den wissenschaftlichen Einrichtungen Berlins forschen über 50 Professoren zu den vielfältigen Anwendungsfeldern der Technologie auf Weltniveau.



Was ist Künstliche Intelligenz? Definition der Technologie

KI-Systeme analysieren riesige Datenmengen mit selbstlernenden Algorithmen in Echtzeit und einer beeindruckenden Präzision. Das gilt sowohl für Bild- als auch Textdateien. Vor dem Einsatz in der Praxis füttern IT-Spezialisten den Algorithmus mit Trainingsdaten, die ihm zeigen, was auf Bildern zu sehen ist und auf welche Textbausteine es ankommt. So kann der Algorithmus Muster in anderen Datensätzen erkennen und bestimmte Tätigkeiten ausführen.



Berlin ist Hochburg für Künstliche Intelligenz

Berlin zählt zu den wichtigsten europäischen KI-Standorten. Das belegt unter anderem die Studie Künstliche Intelligenz in Berlin und Brandenburg der Technologiestiftung Berlin: 2018 beschäftigten die rund 220 Berliner KI-Firmen, größtenteils Start-ups, mehr als 5.000 Fachkräfte und erwirtschafteten über 500 Millionen Euro Umsatz. Die meisten Jungunternehmen entwickeln Anwendungen in den Bereichen Business Intelligence / Prozessmanagement (36 Prozent), Health Intelligence (10 Prozent) sowie Mobility und City Intelligence (9 Prozent). Ein Wachstumsschub für die Berliner KI-Szene wird künftig vom Company Builder von Merantix ausgehen, der KI-Start-ups gründet und sie mit fachlichem Know-how und Risikokapital zu den „Einhörnern“ von morgen macht.

Viele KI-Start-ups haben sich auch als Spin-offs aus den Berliner Forschungseinrichtungen, Universitäten und Hochschulen heraus gegründet. Vor allem aus den Leibnitz- und Fraunhofer-Instituten, die seit Jahren Spitzenforschung zu KI in Berlin betreiben. Am Dahlem Center for Machine Learning and Robotics der FU Berlin forschen mehrere Arbeitsgruppen zu Anwendungsfeldern von Künstlicher Intelligenz wie dem autonomen Fahren. Die Beuth-Hochschule hat ein eigenes Research Center Data Science und bietet mit Humanoide Robotik sogar einen KI-spezifischen Bachelorstudiengang an. An der TU Berlin wurden im Januar zwei KI-Kompetenzzentren zum Berlin Institute for the Foundation of Learning and Data (BIFOLD) fusioniert, an dem Big Data und Maschinelles Lernen gemeinsam erforscht wird. Seit März beheimatet Berlin zudem ein KI-Obervatorium, das die Auswirkungen der Technologie auf Arbeit und Gesellschaft analysiert. Auch das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) unterhält ein Projektbüro in Berlin.

Raum zum fachlichen Austausch und Networking bieten die KI-Events in Berlin. Der DEEP TECH Berlin-Kampagnenpartner Taival startete 2018 die AI Monday Berlin-Eventreihe. Die Deep Berlin-Initiative der HELLA Gruppe veranstaltet mehrmals im Jahr Meetups, Konferenzen, Hackathons und Data Science zu unterschiedlichen Fachgebieten und Anwendungsbildern von Künstlicher Intelligenz. Weitere Highlights des Berliner KI-Veranstaltungskalenders sind die Data Natives, die Rise of AI und die Qurator Conference sowie der Bitkom Big-Data. AI Summit und der Chatbot Summit.



Künstliche Intelligenz: Projekte der Kampagnenpartner

Zahlreiche DEEP TECH Berlin Kampagnenpartner entwickeln KI-basierte Lösungen und Produkte. Für Unternehmen, die noch nicht sicher sind, ob sie Künstliche Intelligenz implementieren sollen, ist das KI-Starterpaket von Trevisto eine große Hilfe. Ihren Kundensupport können sie mit den Chatbots von Solvemate automatisieren. Genauso innovativ ist das preisgekrönte EPIC-System von Gestalt Robotics. Es identifiziert mit dateneffizienten KI-Technologien einzelne Gegenstand aus tausenden Objekten und optimiert so die Supply Chain in Lagerhallen. Ein Paradebeispiel für den KI-Einsatz in der Kreativwirtschaft ist die Artificial Muse von Birds on Mars, die als weltweit erste Inspirational AI einem Berliner Künstler neue Impulse für seine kreative Schaffenskraft verleiht.

Wer immer auf dem neuesten Stand über Projekte, Forschung, Events und Initiativen rund um Künstliche Intelligenz in Berlin bleiben möchte, sollte regelmäßig auf dem #ki-berlin-Portal vorbeischauen. Berlin Partner und das Cluster IKT, Medien und Kreativwirtschaft informieren auf der Plattform zu aktuellen Ereignissen, vernetzen die Community und machen Künstliche Intelligenz made in Berlin international bekannt.



Referenzstorys

EPIC-System von Gestalt Robotics

Den Überblick behalten – mit dem EPIC-System von Gestalt Robotics
Die Efficient Pipeline for Image Classification – kurz: EPIC-System – von Gestalt Robotics kann in Lagerhallen aus einer Menge von Tausenden Gegenständen blitzschnell ein bestimmtes Objekt erkennen und neue Objekte anhand nur weniger Beispiele selbstständig anlernen. Deep-Learning und dateneffiziente KI-Technologien machen es möglich.



Birds on Mars-Gründer Florian Dohmann und Klaas Bollhöfer

Birds on Mars` AI Thinking unterstützt Unternehmen auf ihrem Weg ins KI-Zeitalter
Birds on Mars unterstützt Unternehmen bei der Entwicklung von Strategien, Strukturen, Teams und Applikationen an den Verbindungslinien von menschlicher und künstlicher Intelligenz, entwirft nebenbei eine neue Form der Beratung und erforscht mit der Artificial Muse die Zukunft von Kreativität und Arbeit.



Solvemate-Gründer

Die Plattform von Solvemate nutzt Machine Learning und automatisiert damit Kundensupport
Kundensupport ist einer der wichtigsten Berührungspunkte zwischen Unternehmen und ihren Kunden. Allerdings lässt er in der Regel viel zu wünschen übrig: Selbst viele digital versierte und innovative Firmen bieten nach wie vor nur Telefon- und E-Mail-Support.



Hand, die Tablet berührt

Einstieg in die Welt der Künstlichen Intelligenz mit Lösungen von Trevisto
Künstliche Intelligenz (KI) ist eine Technologie, mit der sich viele Hoffnungen verbinden. Für die meisten Unternehmen bedeutet die Investitionen in eine KI-basierte Lösung zunächst aber eine große Unsicherheit. Trevisto hat deshalb ein KI-Starterpaket entwickelt, das Unternehmen in unterschiedlichen Branchen und Use Cases bei der Implementierung der Technologie unterstützt – und das mit überschaubarem Aufwand. In weniger als drei Monaten können valide Ergebnisse erzielt werden, die eine fundierte Grundlage für die weitere Integration in betriebliche Prozesse bilden.